Kinderplanet Kirango

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Zeitreisen und Zukunftsmusik

Geschichten aus unserer Schreibwerkstatt für 8-13Jährige

Foto von der Schreibwerkstatt © Elisabeth Klar© Elisabeth Klar

Diesmal ging es bei unserer Schreibwerkstatt um Zukunftsgeschichten.
Utopisches, Science Fiction, Zeitreisen und andere abenteuerliche und phantastische Geschichten haben die eilnehmerinnen an zwei Terminen im April in der Hauptbücherei unter Anleitung des Teams der Jugend Literatur-Werkstatt zu Papier gebracht.
Die Geschichten sind wirklich großartig geworden und wir freuen uns, sie auch hier veröffentlichen zu können.


 

Der Urlaub im Wasser

von Lilian Moser

Ich gehe langsam zum Lift für die U-Bahn. Keiner steht davor oder fährt damit. Er ist einfach nur da! Zögernd trete ich hinein. Mit einem mulmigen Gefühl wende ich mich den Knöpfen zu. Ich erstarre. Statt „U3“ oder „U4“ lese ich „Zukunft“ oder „Vergangenheit“. Es ist bestimmt nur ein mieser Scherz rede ich mir leise zu und drücke mit zitternden Fingern die Taste „Zukunft“. Es kommt mir eine Ewigkeit vor, bis der Lift hält und ich aussteigen kann. Verdattert bleibe ich stehen. Vor mir ist eine riesige Wasserrutsche. Daneben ein großer Eissaloon mit dem Namen: Ekeleis.

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Vanilla Schlummerlang

von Lilian Moser

In einem großen, dunklen, hohen Wald, lebte die lustige und zufriedene Hexe Schlummerlang. Der Hexe ihr richtiger Name aber war: Vanilla Potilla Karamella Monella Schlummerlang. Vanillas Freunde nannten sie Vanilla, aber die fremden Leute nannten sie Lustig-Hexe-Schlummerlang. Die Hexe war sehr zufrieden mit ihren langen Namen.  

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Ein magisches Einhornabenteuer

von Alice Brophy-Lehmann

Laura wachte auf, endlich ist Morgen. Heute bekomme ich endlich mein eigenes Pony. Sie überlegte, wie es wohl aussehen würde, vielleicht gescheckt oder schwarz mit weißen Fesseln. Laura dachte: Am liebsten hätte ich eine weiße Stute mit einem gewellten Schweif und natürlich auch einer gewellten Mähne. „Laura, wir gehen, also zieh dich um.“ „Mach ich, Mami.“ Laura streifte ihre Hose und ihren Pullover über und wusch ihr Gesicht. Dann gingen sie zur Pferde- und Ponyauktion. Als sie endlich da waren, gingen sie zu den Ponys. Da sah Laura ein kleines graues Pony, sie lief zu ihm und kraulte es hinter den Ohren. Da hörte sie eine Stimme:

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Die magische Uhr

von Alice Brophy-Lehmann

Ich wachte auf, im Zimmer war es dunkel. Der Mond schien, die Sterne glänzten, alles war still, totenstill, Ich merkte, warum ich aufgewacht war: Ich musste aufs Klo. Ich stieg aus dem Bettt und ging zum Flur, hier war es komischerweise hell. Ich fragte mich wieso – doch ich konnte nicht lange darüber nachdenken, denn ich musste jetzt noch dringender aufs Klo. Also ging ich ins Bad, also dorthin, wo es sein sollte, doch als ich den kleinen Raum betrat, sah ich nur eine Uhr, eine große alte Pendeluhr. Ich schaute auf die Uhr, es war 12. Ich berührte die Uhr, plötzlich gab es einen Knall, mir wurde schwindlig

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Bei den Dinosauriern (ein Fragment)

von Emma Crespo

An einem sehr heißen Sonntagmorgen ging ich durch den Garten, gelangweilt sah ich zwei Schmetterlingen zu, die über die Wiese flogen. Was für ein langweiliger Sonntag, nichts passiert, aber auch nichts.
Ich wohnte noch nicht lange hier und kannte auch noch niemanden.  Da steckte Papa den Kopf durch die Türe und sagte:“ Ich gehe mit Tom noch ins kleine Kaffee neben der Bäckerei. Kommst du auch mit?“ „ Nein,“ sagte ich.. „Also bis dann“ sagte Papa und ging. Nach einer Stunde sagte ich zu Mama:“ Ich gehe zum Spielplatz.“ Und ich ging.
Aber der Spielplatz sah ganz anders aus , als es Mama mir erzählt hatte. Der Spielplatz sah grau und verlassen aus. Da entdeckte ich einen Baum, eine alte Eiche. Sie sah geheimnisvoll aus. Sie hatte einen gespaltenen  Stamm, die Rinde blätterte schon ab und man konnte gut durch ihren gespaltenen Stamm schlüpfen.

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Meine Welt in Gefahr

von Lisa Stiller

Ich klettere neugierig auf den Dachboden unseres Hauses. Dort ist es stockdunkel. Ich finde hinter einem alten, modrigen Kasten einen Lichtschalter. Ich drücke ihn herunter. Um mich herum wird es plötzlich hell. Ich stehe auf einer saftigen, grünen Wiese. Da kommt ein kleines Wesen mit seidigen Flügeln und langen blonden Haaren hergeflogen. „Ah, endlich! Jonathan, wo warst du so lange?“

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Der Mann ohne Gesicht

Von Rhea Schedler

Rose! An die Tafel! Wie oft muss ich dich heute denn noch aufwecken?“
Ich schreckte hoch und sah genau in das wütende Gesicht meiner Mathelehrerin. Langsam
erhob ich mich und ging nach vorne zur Tafel. Überall standen Formeln und Zahlen. Da
wurde ja jedem schlecht! Mit einer Kreide in der Hand rechnete ich. Oder versuchte es
zumindest. Ich kam einfach nicht weiter! Langsam zerbröselte die Kreide in meinen Händen.
Die Lehrerin seufzte.
„Das wird heute wohl nichts mehr! Setz dich wieder hin. Aber ich muss dich warnen: für
deine Note sieht es nicht so gut aus!“
Ich nickte mutlos und setzte mich wieder hin. Moment – was war das? Vor mir in der Luft
tanzten komische Punkte. Sie waren durchsichtig, aber doch recht deutlich zu erkennen. Ich
blinzelte, doch sie verschwanden nicht. Was war das bloß? Natürlich konnte ich mich jetzt
noch weniger auf den Unterricht konzentrieren.
Als ich die Schule verließ, fiel mir zuerst nichts auf, - doch irgendetwas war anders, wie ich
dann bemerkte. Ich lebte in einer Großstadt. Das erste Wort, das einem sonst normalerweise
in den Sonn kommt, wenn man die Straße betritt, ist: Lärm! Doch jetzt war alles vollkommen
still. Unheimlich still.

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Durch die Zeit
 
Von Emilia Godot Laczkovics

Ich warte schon ein halbe Stunde auf den Zug. Endlich höre ich das leise Schnaufen. Mama drückt
mich noch ein letztes Mal, dann stieg ich ein. Ich setzte mich ans Fenster und starre hinaus. Ich bin
müde, todmüde, doch ich zwinge mich wach zu bleiben.
 
Ich schlug die Augen auf. Es war dunkel um mich herum. Irgendwann musste ich doch eingeschlafen
sein. Jedenfalls war es Nacht. Doch draußen bewegte sich nichts, gar nichts. Der Zug stand! Ich stand
auf, zog die Abteiltür auf und ging hinaus auf den Gang. Ich öffnete ein Fester um besser nach
draußen sehen zu können. Und da passiere es das erste Mal: Ich hörte einen Knall, dann noch einen
und danach sah ich nicht mehr außer schwarz. Alles um mich herum war schwarz.

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