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Krimiwerkstatt

Krimis aus unserer Schreibwerkstatt

3 Teilnehmer/innender Krimiwerkstatt beim Schreiben © Büchereien Wien© Büchereien Wien

Wie jedes Jahr gab es auch heuer wieder eine Schreibwerkstatt für 8 bis 13-Jährige in der Hauptbücherei (unter der Leitung von Elisabeth Klar und Susanne Müller von der Literaturwerkstatt Wien). Diesmal ging es um Krimis  und es sind wieder spannende Geschichten geschrieben worden, von denen ihr einige hier nachlesen könnt.

Fotos gibt es natürlich ebenso:
von den Schreib-Workshops
von der Präsentation

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Toms jüngster Fall:
Die Räuberbraut Rondella

von Konstantin Metz (9 Jahre)

Tom ging durch eine enge Straße. Er blieb vor einigen Geschäften und Lokalen stehen, um sich zu überzeugen, dass er hier richtig war. Tom war Geheimagent (auch wenn niemand davon wusste). Tom war ein Mensch, der das Risiko liebte.
Plötzlich ertönte ein lauter Knall. Tom erkannte, dass es ein Pistolenschuss war.


Er rannte in die Richtung aus der der Knall gekommen war. Als er in eine Gasse einbog, lag vor ihm ein Mann in Anzug und Krawatte. „Wie kommt der denn hier her?“ fragte Tom sich. Denn der Ort an dem sich Tom befand war keineswegs schön, sondern dort gab es beinahe nur Banditen und Diebe. Die Straßen waren unbelebt und manchmal gab es Schießereien.

Eine alte Frau, die scheinbar auf einer Bank geschlafen hatte, rappelte sich auf und näherte sich langsam. Als sie bei Tom angekommen war, fragte Tom sie: „Haben sie irgendetwas gesehen?“. Ohne seine Frage zu beachten, fragte die Frau: „Wie kann der bei diesem Boden schlafen?“. Tom drehte den Mann um und zeigte auf eine tiefe Wunde. Die Frau tat so als hätte sie ihn nicht gesehen. „Die tickt nicht richtig!“ dachte sich Tom.

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Jack Harper
Der letzte Akt


von Christian Rachler (11 Jahre)

Erster Akt:
Als ich beim MI7 begann, sagten sie, dass man nach jedem Fall zwei Monate Urlaub bekommt. Sie nannten es „Chill out“ und waren mächtig stolz darauf. So wie bei James Bond, wenn alle Goldfinger und Oktopussies erledigt sind, bekommt man ein Schlauchboot, ein paar Blondinen und viel Sekt.

Aber die Realität ist anders, die zwei Monate sind Illusion, kein Schlauchboot, kein Sekt….

Ring, Ring!

Als ich sah, das TC mal wieder anrief, wusste ich, dass die nächste Woche verplant war.

„Hallo TC! Lass mich raten, du hast wieder einen Auftrag für mich. Oder?“

„Hallo Jack! Du hast schon wieder richtig geraten!“

„Haha, sehr witzig, TC!“

„Ok. Spaß beiseite, du hast ja sicher schon von der Sache mit Dave gehört“

„Ja! Traurig, er war ein guter Mann und ein guter Dirigent. Ein Kopfschuss mitten im Konzert, während des Fortissimo.“

„ Sehr schade um ihn. Ich weiß, Jack, er war ein guter Freund von dir. Als er bei uns arbeitete, hätte er sich fast zum Chef aufschwingen können, doch er wollte nicht mehr und wurde Dirigent. Du musst den Mörder finden, Jack!“

„TC, ich bin dabei!“


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Mörderischer Schlaf

von Alena Wacenovsky (12 Jahre)

Ich wachte auf. Es war dunkel. Ich wusste  nicht wo ich war. Aber das war nichts Seltsames. Ich wachte oft nicht in meinem Bett auf. Schon als Kind war ich Schlafwandlerin gewesen. Meistens ging ich im Schlaf in die Küche, um etwas zu essen. Schon oft fragte ich meinen Arzt um Rat, doch er erwiderte immer wieder, es sei nicht schlimm, solange mir dabei nichts passierte. Doch genau, dass war das Problem: Die Küche ist ein gefährlicher Ort. Genauso wie heute. Langsam gewöhnten sich meine Augen an die Dunkelheit. Ich nahm einen unangenehmen Geruch war. Meine Hände waren feucht. Hatte ich sie mir gewaschen? Oder war es vielleicht kein Wasser?  Ich hatte keine Ahnung. Mit der Zungenspitze berührte ich meinen Handrücken. Es schmeckte süßlich. „Das ist Blut“, ging es mir durch den Kopf. „Was war passiert?“ Plötzlich wurde mir kalt. Ich rieb mir die Arme und wurde nervös. „Blut? Warum um alles in der Welt hatte ich Blut an den Händen? Oder hatte ich mich nur getäuscht?“ Hektisch tastete ich im Dunkeln die Wände entlang und suchte einen Lichtschalter. „Vielleicht ist gar nichts Schlimmes passiert!“, dachte ich, „wahrscheinlich habe ich nur eine kleine, blutende Wunde.“ Doch eigentlich glaubte ich es selbst nicht ganz. Ich fand den Schalter. Es wurde hell und das Licht blendete mich. Kurz kniff ich die Augen zusammen, doch als ich sie wieder öffnete erschrak ich fürchterlich. Ich wagte nicht einmal zu atmen. „Das kann nicht sein!“, dachte ich. “Das ist unmöglich!“ Mitten im Raum, auf dem kalten Fliesenboden lag ein Mann.

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Rückkehr der Götter

von Ida Steixner (12 Jahre)

Es war dunkel. Die leeren, steinernen Augen lange verstorbener Pharaonen blickten starr geradeaus, die Falten in ihren Röcken auf ewig in den kalten Stein gemeißelt. Strenge Tiergesichter blickten auf den Mann hinab, regungslose Statuen von Sekhmet, Horus, Isis, Anubis, Hathor und anderen Gottheiten verfolgten jede seiner Bewegungen. Shabti standen in gläsernen Kabinetten, nur wenige noch völlig intakt. Die meisten hatten einen Arm verloren, ein Bein, den Kopf vielleicht. Die kleinen Puppen, die ohnehin kaum als menschenähnliche Wesen zu erkennen waren, sahen in dem spärlichen Licht aus wie die Tonklumpen, aus denen sie geformt waren. Der Mann schüttelte traurig den Kopf, seine schwarzen Haare flogen umher. Die Shabti waren ein trauriges Echo eines einst mächtigen Reiches, die Statuen verblassende Erinnerungen an uralte Kräfte. Der Mann seufzte, strich seine dunklen Haare zurück. Er vermisste die Tage, als Ägypten noch Macht hatte. 

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