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Leselust von Anfang an - Tipps und Infos zur Lesefrühförderung

Kinder bei einer Kirangolini-Veranstaltung © VotavaBookstart offers the gift of free books to all children at three key ages before they start school, to inspire, stimulate and create a love of reading that will give children a flying start in life. But most of all we want to show that books are fun. (Aus: Website “bookstart”)

Leseförderung beginnt nicht erst mit dem konkreten Erlernen des Lesens - sie beginnt viel früher. Wir lesen noch nicht lange genug, um es „evolutionsbedingt" automatisch zu erlernen. Es bedarf einer sehr zielgerichteten Förderung, die jedoch gut in den Alltag eingebaut werden und sehr lustvoll für Große und Kleine erlebt werden kann.

Bereits im Babyalter können Weichen für eine "erfolgreiche" Lesekarriere gestellt werden. Es ist wichtig, dass viel mit Babys gesprochen wird und das Alltagsgeschehen mit Worten begleitet wird.

Vorlese-Tipps für 0- bis 3-Jährige

Hier bekommen Sie noch ein paar Tipps, wie Sie mit Ihren Kindern spielerisch die Basis zum späteren Lesen legen können. Lesen ist eine der wesentlichsten Grundvoraussetzungen für berufliche und gesellschaftliche Anerkennung. Vor allem aber sollte Lesen (im weitesten Sinne, denn dazu gehört natürlich auch Bilder betrachten und analysieren) Spaß machen. Und: Kinder lesen, wenn die Eltern lesen.

Die Medienpädagogin Nicole Kalteis (1) empfiehlt für die Lektüre mit Kleinkindern noch Folgendes:

  • Beim Vorlesen auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen, sie ausreden lassen, auf ihre Einfälle eingehen.
  • Ganz einfache Bilderbücher anschauen und lesen. Eventuell anspruchsvollere Bilderbücher anschauen, auch wenn der Text zu schwierig ist: diesen erzählen in der altersgerechten Sprache, kürzen oder erklären.
  • Einfache Alltagshandlungen, nicht zu viele Fantasiegeschichten,  kurze, einfache Texte anschauen. Am besten ist, wenn Bilder synchron zum Text sind.
  • Gut sind Kartonbücher, aber auch schon einfache Bilderbücher mit Papier, da Kinder ab ca. 2 Jahren schon gut blättern können.
  • Kinder zwischen zwei und drei Jahren können am besten vom Konkreten auf das Abstrakte schließen.
  • Wimmelbücher sind sehr geeignet und altersentsprechend einsetzbar. Man kann mit den Kindern gemeinsam eine Entdeckungsreise antreten.
  • Die Kinder selber Bücher auswählen lassen.
  • Es wäre auch gut, Anschauungsmaterialien zu den Büchern zu zeigen: z.B. Ball, Fell, Polster, Materialien, die in den Büchern abgebildet sind.
  • Konkrete Tipps zum spielerischen Aufarbeiten der Buchinhalte für Kinder ab 3 Jahren und älter:
  • Dramatisieren: Nachspielen, mit Figuren, Handpuppen, Stabpuppen, ...
  • Eigene Hörbücher mit den Kindern aufnehmen.
  • Geschichten mit Klanginstrumenten darstellen.
  • Auf Papierrolle die Geschichte aufzeichnen, diese kann dann abgerollt werden wie ein Film.
  • Selber ein Bilderbuch gestalten mit anderen Text-/Geschichtenvarianten.
  • Kinder selber Dia malen lassen auf leeren Glasdias mit Folienstift. Man kann auch die Glasdias rußen und die Kinder kratzen das Motiv heraus - das ergibt einen tollen Effekt.
  • Bildgeschichten in Comic-Form entwerfen

AV-Medien sind eine gute Ergänzung zu Büchern

  • Ergänzende Medien zu den Büchern
  • Lyrik-CDs - Lyrik regt an zum Weiterdenken/-arbeiten/-basteln
  • Filme zu Büchern
  • CD-Roms, die an Bilderbuchgeschichten angelehnt (z.B. Pipi-Langstrumpf, Pettersson und Findus)

Die Broschüre Sprich mit mir und hör mir zu! gibt 12 Anregungen wie wir unsere Kinder beim Sprechenlernen unterstützen können, für Kinder von 0 bis 5 Jahren. Es gibt sie auch in mehreren Sprachen (zum Downloaden ).

Das Elternportal des Arbeitskreises Neue Erziehung bietet Texte, Impulse und kleine Videos unter anderem zur Sprachentwicklung von Babies und Kleinkindern in verschiedenen Sprachen. Texte und Broschüren können gratis downgeloadet werden.


 

(1) Nicole Kalteis Lehrt an der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik der Stadt Wien im 21. Bezirk (Bakip 21). Sie ist Germanistin, freie Mitarbeiterin der Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur (STUBE) und schreibt regelmäßig Rezensionen, vorrangig für Kinder- und Jugendliterarische Texte.

 

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